Wie wir in den letzten Artikeln gesehen haben sind Metalldächer insbesondere deswegen vorteilhaft, da sie einen langen Lebenszyklus haben, wenig Erhaltungsaufwand verursachen und wiederverwertbar sind. Wer nachhaltig bauen will, der ist mit einem Metalldach gut beraten. Allerdings haben Metalldächer den Nachteil, dass das Metall durch Wind und Regen nach und nach abgetragen wird und in den Boden sickert. Das ist nicht gerade das, was man hören will wenn man bedenkt, dass die Herstellung und der Einbau von Metalldächern und -fassaden teuer ist. Doch es stimmt wirklich: Studien haben bewiesen, dass die Masse des Metalles von Jahr zu Jahr geringer wird.

Wenn es auf ein Ziegeldach regnet, dann passiert dabei nicht sonderlich viel. Das Wasser fliesst schlichtweg ab, und das wars. Denn auch wenn hier etwas Material abgetragen wird, so ist dieses üblicherweise nicht umweltschädlich und kann unbedenklich einfach in den Boden abgeleitet werden und versickern. Doch bei einem Metalldach korrodiert die Metalloberfläche durch den Regen nach und nach und wird durch diesen abgetragen. Insgesamt gehen in der Schweiz auf diese Weise jedes Jahr gleich mehrere Tonnen Kupfer und Zink verloren.

Wer nun bei diesen Erklärungen schon eine gewisse Panik verspürt hat, den können wir entwarnen: wenn die Metallflächen fachgerecht von einem Spengler verarbeitet sind, dann ist die Haltbarkeit der Metalldächer nämlich nicht gefährdet. ProJahr und Quadratmeter verliert das Dach schliesslich lediglich 1.3 Gramm Kupfer oder 3 Gramm Zink. Die Materialstärke verringert sich damit im nicht-feststellbaren Mikrometer-Bereich. Es ist also nicht so, dass Ihr Dach plötzlich einfach ein Loch hat oder Sie ansonsten Konsequenzen spüren würden!

Ein Problem des Abtragevorganges ist jedoch, dass Metallverbindungen in die Kläranlagen gelangen und zu Umweltbelastungen in Böden und Gewässern führen können. Es ist deswegen wichtig, sie so gut wie möglich zu reduzieren. Das Regenwasser kann anschliessend zum Beispiel gesammelt und für bestimmte Zwecke genutzt werden. Da das Metall auf Mikroorganismen toxische Eigenschaften hat, ist eine Wässerung des Gartens mit dem Abwasser oder dessen Einspeisung in den Teich in der nicht-behandelten Form in diesem Fall aber nicht zu empfehlen.

Die Lösung für dieses Problem ist eine Zisternenanlage, bei welcher die Partikel durch einen Filter und das Absinken der Schwebstoffe vom Wasser getrennt werden. Das Wasser läuft also durch einen Filter in die Zisterne und wird bereits einmal vorgereinigt. Anschliessend steht es für eine Weile, was dafür sorgt, dass die Metall-Ionen und andere Partikel an den Boden sinken können. Hierdurch kann der Kupfer- und Zinkanteil im Wasser massiv reduziert werden und diese für die üblichen häuslichen Nutzungen verwendet werden.

Eine weitere Möglichkeit ist, das Wasser versickern zu lassen. Doch Abflüsse von unbeschichteten Dachflächen aus Kupfer, Blei oder Zink mit einer Fläche von mehr als 50 m² gelten gemeinhin als stark verschmutzt – und wie wir oben bereits gesehen haben, ist das eine starke Umweltbelastung für Boden oder Flüsse. Das Wasser muss deswegen vor der Versickerung vorbehandelt werden, was mit einer Flächen- oder Muldenversickerung mit genügend mächtiger Oberbodenzone erreicht werden kann. Da dies aber nur auf dem Land möglich ist, muss in Ballungsgebieten und Städten mit unterirdischen Behandlungsanlagen mit Filtern gearbeitet werden. Diese können gelöste Schwermetalle wie Zink, Blei oder Kupfer (Metall-Ionen) adsorptiv oder über Fällung aus den Dachabflüssen entfernen. Diese Systeme haben Wartungsintervalle von 3 bis 25 Jahren, wobei natürlich ein Puffer für starke Unwetter mit viel Regen eingeplant sein muss. Es ist relativ selbsterklärend, dass starker Regen auf die Metalldächer einen stärkeren Abtrageeffekt hat!

Auch der Einbau von Filtern ist bei Gebäuden mit Metalldächern und -fassaden denkbar, damit die Metall-Ionen kontinuierlich aufgefangen werden. Hierdurch ist das Wasser anschliessend nicht mehr so stark belastet und kann in den Untergrund geleitet werden – die Filter entnehmen nämlich mehr als 90% der Metallpartikel. Wer ganz sicher gehen will, dass die Belastung des Abwassers im Mittel nicht bei mehr als 0.05 mg pro Liter bei Kupfer oder 0.5 mg pro Liter bei Zink liegt, der kann dieses natürlich in regelmässigen Abständen prüfen lassen. Allenfalls muss dann ein besserer Filter verwendet werden!

Und auch die unterirdisch Filteranlagen müssen natürlich gereinigt und hin und wieder einmal ausgewechselt werden, um eine Umweltbelastung durch die Metall-Ionen zu vermeiden. Hier muss wie bei allen Dingen Metalldach ein Fachexperte hinzugezogen werden, um zu garantieren, dass alles fachgerecht ausgeführt wird und dass Ihre Versickerungsvorrichtung auch weiterhin die Schwermetalle mit der höchsten Zuverlässigkeit heraus filtert.

Wir hoffen, dass Ihnen diese Informationen dabei helfen die richtigen Vorkehrungen zu treffen. So steht Ihrem Wunsch nach einem Metalldach niemals der Umweltgedanke im Wege!

Haben Sie noch weitere Fragen, überlegen sich den Aufbau eines Metalldaches oder wünschen sich ansonsten eine Beratung bei der A Isolierungen AG? Dann zögern Sie nicht länger und kontaktieren uns noch heute per Email oder Telefon. Wir sind jederzeit gerne für Sie da und freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!