Bauen Sie ein neues Haus oder möchten ein bestehendes renovieren? Haben Sie dabei an ein Metalldach gedacht, fragen sich aber, welche Arten es überhaupt gibt? Zuallererst einmal gratulieren wir Ihnen zu Ihrer Entscheidung! Metalle sind nämlich äusserst langlebig, leicht formbar und wurden bereits seit Jahrhunderten für Dächer verwendet. Damit kann man mit Metalldächern eine ganz besondere Ästhetik erzielen, die mit anderen Materialien nicht möglich ist. Zudem sind Metalldächer sehr leicht, nicht brennbar und überleben auch die heftigsten Unwetter. Um Ihnen etwas mehr Wissen zu den verschiedenen Entscheidungen zu vermitteln, die beim Thema Metalldächer anstehen, beschäftigen wir uns im Artikel dieses Monats mit verschiedenen Arten von Metalldächern. Weitere Themen, welchen Sie sich widmen sollten, wäre die Wahl des Metalls, die Form und der Unterbau.

Die folgenden Arten von Metalldächern stehen Ihnen zur Verfügung:

1. Das Doppelfalzdach

Bei Doppelfalzdächern werden Metallbahnen einer Breite von maximal 670 mm durch Stehfalze miteinander verbunden. Diese Stehfalze stehen wie der Name schon sagt senkrecht nach oben ab. Es gibt aber zwei unterschiedliche Arten, diese zu verstärken: beim Doppelstehfalz werden die Metallkanten ineinander und nach unten gebogen, so dass Sie sich doppelt überlappen. Zudem steht das gebogene Metall so senkrecht zur Stehfalze. Das sorgt dafür, dass das Doppelfalzdach regendicht ist. Allerdings ist es hierdurch noch lange nicht wasserdicht, was eine Neigung von mindestens 3 Grad zwingend notwendig macht, da die Gefahr von Wassereinfällen zunimmt, je geringer die Neigung ist. Verlegt werden sollte das Doppelfalzdach am besten auf eine hinterlüftete Holzschalung.

2. Das Leistendach

Bei Leistendächern werden die verwendeten Blechbahnen wie der Name schon sagt von Holzleisten getrennt. Diese Leisten werden dann mit Leistenkappen oder Deckeln überdeckt. Wie beim Doppelfalzdach ist auch hier eine Neigung von mindestens 3 Grad nötig, um das Durchdrucken von Wasser zu verhindern. Zudem ist ein Holzunterbau nötig. Leistendächer sind durch die Kombination mit Holzleisten sehr robust und kommen in verschiedenen Ausführungen vor: nämlich in der belgischen Leistendeckung, die nur bei einem Winkel von 25 Grad eingesetzt werden kann, der deutschen Leistendeckung mit ihrer sehr breiten Leistenoptik, der französischen Leistendeckung mit Verwendung konischer, nach oben hin schmaler werdenden Leisten, sowie dem RZ-Klick-Leistensystem, die eine Modifikation des deutschen und belgischen Systems mit unsichtbarer Befestigung der Leistenkappen darstellt. Insbesondere die deutsche Leistendeckung hat zwar eine sehr breite Leistenoptik, kann dafür aber bei Dachwinkeln zwischen 3 Grad und 90 Grad eingesetzt werden.

3. Das Bleidach

Blei ist für die Verwendung in Dachkonstruktionen ausserordentlich gut geeignet, da sich das Material leicht schmelzen lässt, sehr geschmeidig ist und hierdurch mit Falzen und Löten nicht nur komplizierte Konstruktionen umgesetzt werden können, sondern es auch einfach ist, das Dach abzudichten oder später zu flicken. Blei korrodiert zudem nicht. Dafür aber ist Blei sehr schwer und hat eine starke Wärmedehnung, so dass es fachgerecht verwendet werden muss. Hier muss allerdings auch gesagt werden, dass Bleidächer leichter sind, als Ziegeldächer, und dass das Material zudem nicht brennt. Deswegen wurde es bereits seit dem Mittelalter auf Kirchendächern eingesetzt und findet seinen Haupteinsatzort auch noch heutzutage in dem Bereich.

4. Das Profilblechdach

Profilblechdächer werden vorwiegend im Industrie- und Hallenbau eingesetzt. Das verwendete Material sind normalerweise Trapezbleche aus Stahl, Aluminium oder – seltener – aus Edelstahl, die ein geringes Gewicht haben und leicht montierbar sind. In den meisten Fällen handelt es sich hier um Flachdächer oder um Dächer mit einer äusserst geringen Neigung, wie zum Beispiel Fahrradstand- oder Garageüberdachungen. Üblicherweise werden grosse Elemente eingesetzt, die zum Schutz gegen Korrosion verzinkt und bandbeschichtet sind.

5. Das Winkelstehfalz-Dach

Wie beim Doppelfalzdach werden beim Winkelstehfalz-Dach die Metallbahnen über eine Stehfalz miteinander verbunden. Im Gegensatz zur Doppelfalz, bei welcher die Aufstellkanten doppelt umgelegt werden, wird hier lediglich die höhere Aufstellkante über die niedrigere gelegt (180 Grad) und dann beide Aufstellkanten nochmals um 90 Grad gebogen. Die Winkelstehfalz steht daher im Winkel von 90 Grad ab – und das ist auch, woher der Name kommt! Da bei der Winkelstehfalz daher die Aufstellkante weniger umgelegt ist, muss eine Mindestneigung von 25 Grad für das Dach eingehalten werden. Ansonsten ist es sozusagen sicher, dass irgendwann bei Treibregen oder Fugschnee durch Druck-, Sog- oder Kapillarwirkung Wasser durch die Kanten unter das Metalldach gelangen und die dortigen Werkstoffe zerstören.

6. Das Schindeldach

Beim Schindeldach werden anstatt Ziegel ganz einfach Metallschindeln eingesetzt. Hierdurch wird die traditionelle und oftmals immer noch bevorzugte Schindelwirkung erreicht. Unterschieden wird hier sozusagen zwischen Dachplatten, Dachrauten, Dachpaneelen und Dachschindeln. Da die Metallschindeln kleiner sind, als die Metallbahnen beim Doppelfalz- oder Winkelstehfalz-Dach, muss hier je nach Schindelart eine Neigung zwischen 12 Grad und 25 Grad eingehalten werden.

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